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Rondl: "Nur Wasser?"

Zwei Pinguine an einem Badestrand

Im Themenprojekt „Nur Wasser?“ definiert Rondl ihre künstlerische Position. Sie stellt verschiedene  Problemfelder dar, die sich durch den Umgang mit den Elementen entwickelt haben, was wechselseitig ist und sich durch ökologische Veränderungen zeigt.

Mit gezielten Pinselschlägen und reduzierten Formen und Motiven sind Bilder entstanden, die in der Vorarbeit mental durchgeplant sind und deren Details zur Aussage beitragen.

Die Darstellungsmittel sind Pigmente und Bindemittel, dazu zählt auch Eitempera. Durch eigene Mischung von Pigmenten entstehen z. B. dunkle Farben, die aber kein Schwarz enthalten.

Wasser – Ursprung und Quelle des Lebens: Den Kelten und vielen Naturvölkern heilig. Ist Wasser heilig, dann hat es auch Heilkraft.

Durch Schwimmen stärken wir unsere Kondition und das Lungenvolumen. Psychoenergetisch setzen wir uns mit dem Wasserwiderstand, der bodenlosen Tiefe des Wassers und der Selbstüberwindung auseinander, von großer Höhe ins Wasser zu springen, was uns Sportler verdeutlichen.

Inzwischen ist Wasser ein Element, das man sich angeeignet hat: Kanalisiert, in Leitungen gezwängt, vergiftet, als Kloake missbraucht, halbwegs gereinigt, gechlort, steril gemacht, erhitzt oder gefroren.

In Flaschen abgefüllt, ist sauberes Wasser besonders einträglich, denn Millionen Menschen und Tiere haben keinen Zugang zu sauberem Wasser.

Der Umgang mit Wasser zeigt oft das Gegenteil von Verehrung.

Deshalb fügt die Malerin Orte, Lebewesen und Dinge zusammen, die sichtbare Hinweise auf ökologische Probleme geben. Das scheinbar Harmlose enthält eine Sequenz von ökologischen Fehlhaltungen. 

Durch die Meereserwärmung schmelzen Eisberge, wodurch ein wesentliches Gebiet der Erde, mitsamt Flora und Fauna, bedroht ist. Arktis-Touristen können das beobachten.

Pinguine in Südafrika? Schon vor langer Zeit sind diese Klimaflüchtlinge an die Küste Südafrikas gezogen.

Auch die Durchschnittstemperatur des Meeres ist gestiegen und liegt bereits bei 22 Grad, deshalb sterben Fischarten an Überhitzung.

Rondls Ökologischer Realismus ermöglicht ein neues Hinsehen auf das bereits sichtbare Gewohnte – auf all das, wovon wir bereits wissen, das wir aber verdrängen; auf die weggeschobenen, ignorierten Zustände, die an Ausmaß zunehmen, anstatt kleiner zu werden.