Agnes Hörter lebt seit vielen Jahren in Augsburg und beschäftigt sich mit alten, verlassenen Gebäuden und deren Geschichten. Als Autistin hat sie einen besonderen Blick auf vergessene Orte und fängt diese gekonnt mit ihrer Kamera ein. Die atmosphärischen Fotos von Agnes Hörter nehmen die Betrachterinnen und Betrachter mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Dabei versprühen die verlassenen Orte nicht nur ihren brüchigen Charme, sondern erzählen auch von ihrer früheren Bedeutung. Inzwischen sind drei Bücher mit ihren Fotografien und Geschichten erschienen. Das letzte Buch „Lost Places in Bayern“ wurde vom renommierten Volk Verlag München herausgegeben, die beiden anderen Bücher hat sie im Eigenverlag herausgebracht.
Ihre besonderen Fotografien verarbeitet Agnes Hörter nicht nur in eindrucksvollen Büchern, sondern stellt mit ihnen auch einzigartige Kunstwerke her. Fotos verlassener Orte werden auf Fundstücken dieser Orte, die im Grunde keinen Wert mehr haben, aufgebracht. Die so entstandenen Unikate verbinden die Geschichten der Orte mit den dort entstandenen Fotografien auf besondere Weise: Jedes Kunstwerk erzählt eine Geschichte, hält Emotionen, Historie und Verfall gleichermaßen fest.
Erstmals werden diese Kunstwerke nun der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Ausstellung „Vergessene Welten – Lost Place Art“ widmet sich der sowohl der Fotografie als auch den Kunstwerken von Agnes Hörter.